KulturRiese

Förderpreis der Soziokultur in Thüringen

KulturRiese-Preistrophäe vom Künstler MichaL Schmidt, Erfurt

Der KulturRiese – Förderpreis der Soziokultur in Thüringen wird seit 2008 jährlich an herausragende  Beispiele soziokultureller Praxis verliehen und ist mit 1.111,- € dotiert. Stifterin ist die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur Thüringen e.V

Die Verleihung des KulturRiesen weist auf beispielhaftes Engagement oder besondere Leistungen in der Soziokultur und ihren Randbereichen in Thüringen hin. Auf diesem Gebiet wird viel geleistet, aber nur wenige der beispielhaften, und oft lokal verankerten Projekte werden in der Öffentlichkeit entsprechend gewürdigt.

Mit ihrem 2008 erstmals gestifteten KulturRiesen möchte die Landesarbeitsgemeinschaft diejenigen Akteure auszeichnen und ermutigen, die möglichst viele Menschen zum Engagement im Kulturbereich anregen, das Bewusstsein für Kultur und deren gesellschaftliche Bedeutung in weiten Teilen der Bevölkerung schärfen oder innovative und unkonventionelle Methoden kultureller Arbeit praktisch umsetzen.

Die Entscheidung über den Preisträger trifft eine fachkundige und unabhängige Jury, die vom Vorstand der LAG Soziokultur Thüringen einberufen wird. Die öffentliche Preisverleihung findet am 14. November in Altenburg statt.

Für die Bewerbung bitte das Formular benutzen. EINSENDUNGEN FÜR 2014 NICHT MEHR MÖGLICH. 26 Kulturprojekte, – vereine, – initiaitven haben sich für den KulturRiesen 2014 beworben. Diese werden alle in diesem Jahr erstmalig in einem KulturRiesen-Begleitheft vorgestellt.

Der diesjährigen Jury gehören an:
Dr.Margret Franz (ehemalige Werkleiterin JenaKultur), Dirk Wendelmuth (Zirkus Tasifan), Alexander Lochthofen (Vorsitzender der LAG Soziokultur Thüringen e.V., Autor und Kulturmanager Kulturrausch Erfurt e.V.), Susann Winkel (Kulturredakteurin, Freies Wort), Tina Morgenroth (Klanggerüst e.V. – Preisträger KulturRiese 2013)

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Preisträger 2013

Das Team des Klanggerüst zur Preisverleihung.

Das Team des Klanggerüst zur Preisverleihung.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur Thüringen e.V. verlieh 2013 den KulturRiesen an den Klanggerüst e.V. aus Erfurt.

Der Verein, der in der ehemaligen Direktorenvilla der Malzfabrik in der Magdeburger Allee 175 in Erfurt sitzt, führt regelmäßig Veranstaltungen durch, bei der sich NachwuchskünstlerInnen einem Publikum präsentieren können. Sie haben sich der Förderung von jungen KünstlerInnen und MusikerInnen verschrieben.

Sie stellen zudem ihre Räumlichkeiten für Probe- oder Atelierräume gegen geringe Miete zur Verfügung.

All dies stemmen sie über großes ehrenamtliches Engagement. Durch verschiedene Kooperationen und ihre Mitarbeit in Initiaitven zur Weiterentwicklung der Soziokultur in Erfurt bringen sie sich aktiv in ihren Sozialraum und speziell den Erfurter Norden ein.

Der diesjährigen Jury gehören an:
Uta Homberg (Geschäftsführerin LAG Spiel und Theater Thüringen e.V.), Eberhard Langenfeld (Referatsleiter Theater, Musik, Breitenkultur (TMBWK) a.D.), Alexander Lochthofen (Vorsitzender der LAG Soziokultur Thüringen e.V., Autor und Kulturmanager Kulturrausch Erfurt e.V.), Anne Martin (Musikerin und freie Journalistin), Peter Schmidt (Vorstand im Kulturverein Alte Papierfabrik Greiz e.V. – Preisträger KulturRiese 2012)

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Preisträger 2012

Die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur Thüringen e.V. verlieh 2012 den KulturRiesen an den Kulturverein „Alte Papierfabrik Greiz“ e.V.

Der Verein wird für sein unglaublich beharrliches Engagement ausgezeichnet, das ehemalige Industriegelände der Papierfabrik in Greiz zu einem kulturellen Ort umzugestalten. Trotz schwieriger Umstände zeigen sie, dass es auch abseits der Städtekette Erfurt-Weimar-Jena gelingt, durch Eigeninitiative und künstlerische Interventionen sein Umfeld aktiv mitzugestalten sowie breite Bevölkerungsschichten einzubeziehen.

„Die Aktivitäten des Vereins richten sich gegen die Tristesse in einer Stadt, die einen Großteil ihrer Einwohner verloren hat und wo vor allem Jugendliche oft keine Perspektive zum Bleiben sehen. Mit dem Erhalt der Industriebrache Papierfabrik, ist hier ein idealer Ort für Kunst, Kultur und Kreativität entstanden. Über künstlerische Workshops, Aktionen, Ausstellungen, die Aufbereitung geschichtlicher Dokumente zur Fabrik – unter Einbeziehung von Zeitzeugen, bietet der Verein eine Reihe vielfältiger Angebote zur künstlerischen Entfaltung und Identitätsfindung. Das Besondere ihrer Arbeit ist auch, neue Formen der Kulturarbeit zu integrieren und an lokale Traditionen und Eigenheiten anzupassen. Die Jury bescheinigt den Greizern, dass sie trotz schwieriger Umstände zeigen, dass es auch in der Kleinstadt gelingt, durch Eigeninitiative und künstlerische Interventionen sein Umfeld aktiv mitzugestalten. Dieses soziokulturelle Engagement ist nicht nur sehr beeindruckend, sondern hat ein echtes zukunftsgestaltendes Gewicht“ – so das Fazit der Jury, am Ende der Vergabesitzung in Erfurt.

Der Jury gehörten an:
Casjen Carl (Journalist und Redakteur der Thüringer Allgemeine), Karina Halbauer (Medienpädagogin, Jugendfondsbegleiterin Ladebalken e.V. Erfurt, Mitinitiatorin verschiedener soziokultureller Jugendprojekte und -aktionen), Karolin Leipold (Dipl.-Ing. Architektin, Mitglied im Kulturverein Schwarzwurzel e.V. – Preisträger KulturRiese 2011), Petra Rottschalk (Vorsitzende der LAG Soziokultur Thüringen e.V., Fachdienstleiterin Kultur Rudolstadt und Festivaldirektorin des TFF Rudolstadt), Reiner Ende (Vorstandsmitglied der LAG Soziokultur Thüringen e.V., Leiter Kunsthof Friedrichsrode und Grafiker)

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Preisträger 2011

2011 ging der KulturRiese an den Verein Schwarzwurzel Kulturverein e.V. aus Steinach. Der Verein wird ausgezeichnet für seine ambitionierte Projektreihe schwarzwurzel, ein Kulturprojekt über Heimat, die Ver- und Entwurzelung ihrer Menschen, über vergessene Geschichten einer Landschaft und über den Austausch zwischen den Generationen. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Meine Kultur-Festivals am 10. September 2011 im Kassablanca Gleis 1 statt. Nach einer spannenden “Reise” durch die Soziokultur Thüringens begrüßten Staatssekretär Prof. Dr. Thomas Deufel, Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, die ca. 150 Gäste. Ulrich Kurtz, Bürgermeister der Stadt Steinach, hielt die Laudatio.

„Mit seinen künstlerischen Methoden und Ausdrucksmöglichkeiten geht der dorthin, wo es sehr sensible gesellschaftliche Brüche, Konflikte, Ängste und Herausforderungen gibt – in die thüringische Kleinstadt Steinach. Über künstlerische Workshops, Vorträge, Aktionen, Ausstellungen und das Volktheaterstück schwarzwurzel greifen sie gesellschaftliche Entwicklungen auf, suchen nach neuen Handlungswegen, bieten neue Gesprächsangebote und Identität. Das Besondere ihrer Arbeit ist der Transfer aktueller Diskurse und Formen der Kulturarbeit, die sich zumeist in Großstädten etablieren, in kleine Städte und ländliche Gebiete zu übertragen und sie mit lokalen Traditionen und Eigenheiten zu verbinden. Dieses soziokulturelle Engagement ist nicht nur sehr beeindruckend, sondern hat ein echtes gesellschaftsgestaltendes Gewicht“ – so das Fazit der Jury, am Ende der Vergabesitzung in Erfurt.

2011 gehörten der Jury an:
Robert Gärtner (freischaffender Künstler, caleidospheres e.V., Preisträger KulturRiese 2010) | Petra Rottschalk (Fachdienstleiterin Kultur, Jugend, Tourismus und Sport der Stadt Rudolstadt und Leiterin des Tanz- und Folkfestival Rudolstadt) | Helfried Schmidt ( künstlerisch-pädagogischer Leiter des Jugend- und Kulturzentrums mon ami Weimar) | Hilde Weeg (Journalistin für Kultur- und Wissenschaftsthemen, mdr-figaro und DRadio) | Christoph Goelitz (Vorsitzender der LAG Soziokultur Thüringen e.V. und Leiter der Thüringischen Sommerakademie Böhlen e.V. )

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Preisträger 2010

Aus 22 eingereichten Bewerbungen wurde der Verein caleidospheres e.V. aus Jena als Preisträger des KulturRiesen 2010 ermittelt. 

Hervorgegangen aus dem Kunstprojekt „Tausend und eine Art“ leistet der Verein caleidospheres seit vielen Jahren basisnahe Kulturarbeit, die identitätsstiftend wirkt und das Bewusstsein für Kultur und deren gesellschaftliche Bedeutung schärft. Die Jury würdigte insbesondere das beispielhafte und kontinuierliche Engagement „Kultur mit innovativen und unkonventionellen Methoden praktisch umzusetzen, Kunst für die Bevölkerung begreifbar zu machen und Impulse zu geben, sich selbst einzubringen sowie gemeinsam kreativ-kommunikative Prozesse und kulturelle Orte entstehen zu lassen“.

Trotz Verlust der festen Vereinsstätte 2009, der „Kulturgüterhalle“ am Westbahnhof, mit Veranstaltungs- und Proberäumen, Ateliers und Tonstudio setzt der Verein seine Arbeit übergangsweise – und nicht minder engagiert, von temporären Orten aus fort. Besonders die starke Vernetzung mit anderen Kunst- und Kulturschaffenden und als Bindeglied zwischen der Bevölkerung und Gästen der Stadt Jena sowie der außerordentlich hohe ehrenamtliche Einsatz der Projektbeteiligten haben den Ausschlag für die Entscheidung der Jury gegeben.

Der Jury 2010 gehörten an:
Christoph Goelitz (Vorsitzender der LAG Soziokultur Thüringen e.V. und Leiter der Thüringischen Sommerakademie Böhlen e.V. ), Juliane Fuchs (Leiterin des backup_festival und Bauhaus Filminstitut/ Bauhausuniversität Weimar), Stephanie Knoche (Diplom-Sozialarbeiterin, seit 2 Jahren tätig als Jugend- und Bildungsreferentin der Stadt Nordhausen ), Daniela Rockstuhl (künstlerische Leiterin und Theaterpädagogin beim art der stadt e.V., Gotha), Martin Gerlach (Kulturredakteur der Ost Thüringer Zeitung/ OTZ)

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Preisträger 2009

Ein Preis war ausgelobt, zwei wurden vergeben. So sehr überzeugten im Jahr 2009 der Verein art der stadt e.V. aus Gotha und das Zirkusprojekt Omarillio aus Weimar bei der Wahl zum KulturRiesen – Förderpreis der Soziokultur in Thüringen.

Das Zirkusfestival Omarillio aus Weimar leistet durch seinen partizipativen, multidisziplinären Ansatz beispielgebende soziokulturelle Arbeit und besticht durch seinen modellhaften und höchst zeitgenössischen Charakter. Hervorgegangen aus dem Projekt “Artisten gesucht”, um Musikern, Artisten und Kunstschaffenden eine offene Bühne zu bieten, verknüpft es mittlerweile neue, multidisziplinäre Kunstformen miteinander, verbindet international, lässt teilhaben und vereint Menschen im gerneinsamen Schaffensprozess.

Der Verein art der stadt e.V. aus Gotha leistet über das Medium Theater hinaus innovative und basisnahe Kulturarbeit, die identitätssiftend wirkt und eine Ausstrahlung auf ganz Thüringen besitzt. Besonders würdigte die Jury das beispielhafte und kontinuierliche Engagement der Mitglieder und Aktiven.

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Preisträger 2008

Mit der Vergabe des KulturRiesen an das hEFt – literatur für stadt und alltag (Kulturrausch e.V. Erfurt), wurde im Sommer 2008 in Würdigung eines herausragenden Projektes soziokultureller Arbeit der Grundstein für weitere Auszeichnungen gelegt.

Die Jury überzeugte das außergewöhnlich hohe ehrenamtliche Engagement und die Tatsache, dass sich das hEFt trotz schwieriger finanzieller Situation etablieren konnte.
Über das Medium Literatur gibt das etwas andere Stadtmagazin einer breiten Zielgruppe Podium und Medium für künstlerische und kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlich Themen. Es ermöglicht darüber hinaus eine Vielfalt an Partizipation und Engagement.
In seiner Struktur eines offenen Netzwerkes, das zugleich Chancen und Potenziale authentischer und spartenübergreifender Kulturarbeit verdeutlicht, trägt das Projekt aktiv zur Förderung von Jugend- und Soziokultur bei.


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