KulturRiese
>> Der KulturRiese 2010 ist gewählt!
KulturRiese – Förderpreis der Soziokultur in Thüringen
Der Preis:
Seit 2008 wird der KulturRiese jährlich an herausragende Beispiele soziokultureller Praxis verliehen. In diesem Jahr wird der mit 1.111,11 € dotierte Preis im Rahmen der Abschlussveranstaltung “Meine Kultur. Szenen einer Nacht” am 14.August von der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren und Kulturinitiativen in Thüringen e.V. zum dritten Mal vergeben.
Die Verleihung des KulturRiesen weist auf beispielhaftes Engagement oder besondere Leistungen in der Soziokultur und ihren Randbereichen in Thüringen hin. Auf diesem Gebiet wird viel geleistet, aber nur wenige der beispielhaften, und oft lokal verankerten Projekte werden in der Öffentlichkeit entsprechend gewürdigt.
Mit ihrem 2008 erstmals gestifteten KulturRiesen möchte die Landesarbeitsgemeinschaft die Akteure auszeichnen und ermutigen, die möglichst viele Menschen zum Engagement im Kulturbereich anregen, das Bewusstsein für Kultur und deren gesellschaftliche Bedeutung in weiten Teilen der Bevölkerung schärfen oder innovative und unkonventionelle Methoden kultureller Arbeit praktisch umsetzen.
Die Jury:
Die Entscheidung über den Preisträger trifft eine Auswahlkommission, die vom Vorstand der LAG Soziokultur Thüringen einberufen wird und sich in jedem Jahr anders zusammensetzt. Die 5 Mitglieder verfügen über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der soziokulturellen Praxis.
2010 lag die Entscheidung bei:
Christoph Goelitz (Vorsitzender der LAG Soziokultur Thüringen e.V. und Leiter der Thüringischen Sommerakademie Böhlen e.V. )
Juliane Fuchs (Leiterin des backup_festival und Bauhaus Filminstitut/ Bauhausuniversität Weimar)
Stephanie Knoche (Diplom-Sozialarbeiterin, seit 2 Jahren tätig als Jugend- und Bildungsreferentin der Stadt Nordhausen )
Daniela Rockstuhl (künstlerische Leiterin und Theaterpädagogin beim art der stadt e.V., Gotha)
Martin Gerlach (Kulturredakteur der Ost Thüringer Zeitung/ OTZ)
Die Preisträger:
2010
Erfurt, Weimar, Gotha – haben ihn bereits, nun wandert er weiter gen Osten: Nach Jena. Der dort ansässige »caleidospheres e.V.« erhielt zum Abschluss des Meine Kultur – Festivals den KulturRiesen 2010.
„Kultur mit innovativen und unkonventionellen Methoden praktisch umzusetzen, Kunst für die Bevölkerung begreifbar zu machen und Impulse zu geben, sich selbst einzubringen sowie gemeinsam kreativ-kommunikative Prozesse und kulturelle Orte entstehen zu lassen“, waren ausschlaggebend für die Wahl des jungen Vereins, der mit weiteren 21 eingereichten Bewerbungen eingegangen war.
Hier geht’s zur Jurybegründung und einer Kurzbeschreibung des Preisträgers.
2009
Ein Preis war ausgelobt, zwei wurden vergeben. So sehr überzeugten im vergangenen Jahr der Verein »art der stadt e.V.« aus Gotha und das Zirkusprojekt »Omarillio« aus Weimar bei der Wahl zum KulturRiesen – Förderpreis der Soziokultur in Thüringen.
Omarillio
Das Zirkusfestival “Omarillio” aus Weimar leistet durch seinen partizipativen, multidisziplinären Ansatz beispielgebende soziokulturelle Arbeit und besticht durch seinen modellhaften und höchst zeitgenössischen Charakter. Hervorgegangen aus dem Projekt “Artisten gesucht”, um Musikern, Artisten und Kunstschaffenden eine offene Bühne zu bieten, verknüpft es mittlerweile neue, multidisziplinäre Kunstformen miteinander, verbindet international, lässt teilhaben und vereint Menschen im gerneinsamen Schaffensprozess.
art der stadt e.V.
Der Verein »art der stadt e.V.« aus Gotha leistet über das Medium Theater hinaus innovative und basisnahe Kulturarbeit, die identitätssiftend wirkt und eine Ausstrahlung auf ganz Thüringen besitzt. Besonders würdigte die Jury das beispielhafte und kontinuierliche Engagement der Mitglieder und Aktiven.
2008
hEFt – literatur für stadt und alltag (Kulturrausch e.V. Erfurt):
Mit der Vergabe des KulturRiesen an das hEFt, wurde im Sommer 2008 in Würdigung eines herausragenden Projektes soziokultureller Arbeit der Grundstein für weitere Auszeichnungen gelegt.
Die Jury überzeugte das außergewöhnlich hohe ehrenamtliche Engagement und die Tatsache, dass sich das hEFt trotz schwieriger finanzieller Situation etablieren konnte.
Über das Medium Literatur gibt das etwas andere Stadtmagazin einer breiten Zielgruppe Podium und Medium für künstlerische und kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlich Themen. Es ermöglicht darüber hinaus eine Vielfalt an Partizipation und Engagement.
In seiner Struktur eines offenen Netzwerkes, das zugleich Chancen und Potenziale authentischer und spartenübergreifender Kulturarbeit verdeutlicht, trägt das Projekt aktiv zur Förderung von Jugend- und Soziokultur bei.

